Mehrere Kantone und Städte haben Mindestlöhne beschlossen, damit die Löhne zum Leben reichen. Das Bundesparlament will nun, dass diese im Gastgewerbe, im Coiffeurgewerbe oder in der Reinigung nicht mehr gelten sollen. Zigtausende sind betroffen, ein Grossteil von ihnen Frauen.Dieses Gesetz ist respektlos gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Es ist aber auch respektlos gegenüber der Stimmbevölkerung. Denn meist wurden die Mindestlöhne in den Städten und Kantonen in Volksabstimmungen beschlossen.
Mindestlöhne sind eine Erfolgsgeschichte. Wo sie eingeführt werden, gibt es weniger Armutslöhne – ohne dass die Arbeitslosigkeit steigt. n Doch Löhne in der Schweiz müssen zum Leben reichen. Und Volksentscheide müssen gelten. Deshalb ergreifen Gewerkschaften und Parteien das Referendum gegen den Lohn-Angriff.
