Gewerkschaftsbund St. Gallen
 

Keine Privatisierung von Spital Herisau und dem Psychiatrischen Zentrum AR!

Medienmitteilungen

Eine gute Gesundheitsversorgung gehört in die öffentliche Hand und nicht in private Renditemodelle.

Der Gewerkschaftsbund St.Gallen- Appenzell lehnt die geplante Umwandlung des Spitals Herisau und des Psychiatrischen Zentrums AR in privatrechtliche Aktiengesellschaften entschieden ab. Eine Privatisierung der Gesundheitsversorgung führt erfahrungsgemäss zu Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen, gefährdet die Versorgungsqualität und schafft Unsicherheit in einem zentralen Bereich des öffentlichen Lebens. Eine gute Gesundheitsversorgung gehört in die öffentliche Hand und nicht in private Renditemodelle. Die Vergrösserung der unternehmerischen Handlungsfreiheit kann auch ohne die Überführung in privatrechtliche Aktiengesellschaften erreicht werden.

Privatisierte oder ausgegliederte Spitäler geraten unter Marktdruck und werden zu Wettbewerbsunternehmen. Dadurch geraten der öffentliche Auftrag und die Versorgungs sicherheit in den Hintergrund. Nicht rentable Leistungen werden abgebaut, und chronisch kranke oder nicht „lukrative“ Patient:innen erhalten weniger Aufmerksamkeit. Gesundheit wird so zunehmend zur Ware, statt ein öffentliches Gut zu bleiben. Es besteht die unmittelbare Gefahr, dass durch Privatisierungen die Qualität der Versorgung sinkt, weil Personal abgebaut, Stellen nicht nachbesetzt und die Arbeitsbelastung erhöht wird. Der Grund dafür liegt im strukturellen Renditedruck privater Eigentümer, die Sparmassnahmen erzwingen und nicht auf langfristige Versorgungsziele ausgerichtet sind. In der Medienmitteilung des Kantons heisst es, kurz- bis mittelfristig gibt es keine Konsequenzen für das Personal. Es muss befürchtet werden, dass sich die Arbeits bedingungen für das Personal verschlechtern werden. Um dies abzufedern, braucht es im Falle einer Privatisierung zwingend einen Gesamtarbeitsvertrag. Der Gewerkschaftsbund und die weiteren Verbände, die das Gesundheitspersonal vertreten, werden sich in den kommenden Wochen im R

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